| Andreas Hirsch ist
Experte für die Schöpfung und Entwicklung kultureller
Systeme. Er lebt in Wien, Österreich. Über mehr als
zwei Jahrzehnte hinweg umfasst seine Arbeit für führende
kulturelle Institutionen aus Kunst, Theater, Musik, Film, Literatur
und Medien die inhaltliche Konzeption und das Kuratieren von Projekten
ebenso wie deren Entwicklung und Management. Er ist besonders
an den kulturellen Wirkungen von Technologie und Globalisierung
und deren Effekten auf kulturelle Erinnerung und Vielfalt, sowie
an der kollektiven Schaffung gemeinschaftlicher Güter und
der Entwicklung nachhaltiger Lösungen für eine gerechte
und friedliche Welt interessiert.
Für mica
- music austria koordinierte er 2007 den Launch der
fair music
Initiative, der ersten weltweiten Initiative für
Fairness und Gerechtigkeit in der Musikwirtschaft. Die Initiative
wird vom Internationalen Musikrat (IMC) und der Österreichischen
UNESCO-Kommission unterstützt. > www.fairmusic.net
Seit 2003, als er er die Ars Electronica bei der Konzeption von
Digital
Communities unterstützte, einer neuen Kategorie
des Prix
Ars Electronica, ist er für den Prix Ars Electronica
tätig, dem er auch in den Jahren 2004 bis 2007 als Jurymitglied
angehörte. An den Jurien von "Digital Communities"
nahmen unter anderem Oliviero Toscani, Howard Rheingold, Joichi
Ito, Jane Metcalfe, Steve Rogers, Steven Clift, Anita Gurumurthy
und Lara Srivastava teil. Bei „Digital Communities“
geht es um die gemeinschaftliche Schaffung öffentlicher Güter
und darum, die IKTs in die Hände der Menschen zu legen, um
dazu beizutragen, die „digitale Kluft“ zu verringern,
die Länder des globalen Nordens vom globalen Süden ebenso
trennt, wie Menschen innerhalb der Gesellschaften. Mehr unter
prixars.aec.at
Auf Einladung der österreichischen Projektgruppe 25 PEACES
wirkte er an der Konzeption und Verwirklichung des Projektes Europa
in 50 Jahren mit – eine Serie von 25 Artikeln von
Expertinnen und Experten zu den brennenden Themen der Zukunft.
Beiträge kamen unter anderem von Václav Havel, Dennis
Meadows, Christian Mikunda, Saskia Sassen, Norbert Bolz, Howard
Rheingold, Aleida Assmann, Vandana Shiva, Simon Winchester and
Chérif Khaznadar. Die Artikel erschienen im ersten Halbjahr
2006 über 25 Wochen hinweg im Feuilleton der Tageszeitung
„Die Presse“ – in der Print und in der Online-Ausgabe
– und wurden an einer Informationsskulptur im Zentrum von
Wien zur Diskussion gestellt.
Als Beitrag von WCFA und Ars Electronica zum Weltgipfel
für die Informationsgesellschaft (WSIS) in Tunis
im November 2005 versammelte und moderierte er eine Gesprächsrunde
mit Experten, die über die kulturellen Auswirkungen von Informations-
und Kommunikationstechnologien (IKTs), insbesondere deren Effekte
für kulturelle Erinnerung und Vielfalt in den sich entstehenden
Wissensgesellschaften diskutierten. Ismael Serageldin, Direktor
der Bibliothek von Alexandria, Jimmy Wales, Gründer von Wikipedia,
Derrick de Kerckhove, Direktor des Marshall McLuhan Programms
der Universität von Toronto und Gerfried Stocker, künstlerischer
Direktor der Ars Electronica, namen an dieser Runde teil. Er war
in den WSIS-Prozess als Delegierter der Zivilgesellschaft vom
Gipfel in Genf 2003, in den PrepComs 2 und 3 bis zum Gipfel in
Tunis 2005 involviert.
Seit 2001 hat er für das Festival
Ars Electronica Foren und Podiumsdiskussionen entwickelt
und moderiert. Themen waren: „Die Vorgänge der Kunst
– wer überlebt?“ (2001), „Künstlerische
Aggression“ (2002) oder „Von Informations- zu Wissensgesellschaften:
nachhaltige Entwicklung oder Vertiefung der Digitalen Kluft?“
(2005) und "Digital Communities und die neue Öffentlichkeit"
im net.culture.space (2007). Von 2003 bis 2005 war er auch der
Gastgeber der electrolobby Kitchen des Festivals. Unter seinen
Talk-Gästen waren Bruce Sterling, Howard Rheingold, Sherry
Turkle, Stewart Brand, Esther Dyson, Jimmy Wales und Lev Manovich.
Für die World Culture Forum Alliance (WCFA) entwickelte
er und half bei der Umsetzung einer Serie von Podiumsdiskussionen
im Rahmen des ersten Weltkulturforums /
Forum Cultural Mundial in Sao Paulo, Brasilien im Juni
2004. Die Themen folgten der Matrix Culture=Action, Culture=Survival
and Culture=Memory und bezogen Sprecherinnen und Sprecher mit
ein wie etwa Bernard Cassen, einen der Gründer von ATTAC
and Le Monde Diplomatique, Cheik Omar Sissoko, Filmemacher und
Kulturminister von Mali oder Manuela Soeiro, Direktorin des „Teatro
del Avenida“ in Maputo, Mocambique.
Seit mehr als 12 Jahren berät er auch Organisationen des
Kulturbereiches in Fragen der online Strategie und konzipiert
online Kommunikation: So hat er etwa für das Jazz
Fest Wien, eines der führenden Jazz Festivals
der Welt, für Live
Performance Service, einen wesentlichen Promoter in
der Welt der Musik, und für die International
Jazz Festivals Organization (IJFO) – teilweise seit
1998 – die online Strategie entwickelt und begleitet.
eMail: ah (at) electrolyte.net |